Client-Installation
Systemvoraussetzungen
Der KIM-Client kann auf zahlreichen Betriebssystemen installiert werden. Dabei hängen die einwandfreie Installation und der Betrieb von der Konfiguration der Umgebung ab. Eine Konfiguration setzt sich zusammen aus
- Betriebssystemtyp (z.B. Windows 11)
- Hardware-Architektur einschl. Busbreite (z.B. Windows x86, LINUX x64)
- Ausprägung des Betriebssystems, z.B. Windows 11 Pro (Professional), ggf. notwendiges Service Pack
Folgende Tabelle stellt die unterstützten Betriebssystemkonfigurationen dar:
| Betriebssystem | Busbreite | Ausprägung |
|---|---|---|
| Windows 10 | 64-bit | Pro |
| Windows 11 | 64-bit | Pro |
| Windows Server 2016 | 64-bit | Standard |
Die technischen Servervoraussetzungen hängen stark von der zu erwartenden Last bzgl. Anzahl und Größe der zu verarbeitenden Mails ab.
Als Minimalkonfiguration wird empfohlen:
- Arbeitsspeicher ≥ 16 GB
- Prozessorcores ≥ 8 Cores
- Festplatte 1 TB
Für eine performante Nutzung von KIM 1.5+ sollten folgende Voraussetzungen ergänzend erfüllt sein:
- Arbeitsspeicher ≥ 16 GB
- Festplatte 2 TB
- Internet-Anbindung ≥ 25 Mbit/s
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Performance auch von weiteren Parametern, wie z.B. der Netzwerkkonfiguration und dem sonstigen Lastverhalten Ihrer Infrastruktur abhängen.
Einführung und weitere Voraussetzungen
Einführung
KIM baut auf bereits vorhandene Komponenten der Telematik-Infrastruktur auf. Stellen Sie daher sicher, dass Sie die in den nachfolgenden Kapiteln beschriebenen technischen Voraussetzungen einhalten und Informationen zur Verfügung haben.
Weitere Voraussetzungen
Um den KIM-Client installieren und sich für KIM registrieren zu können, müssen Sie folgende Hardware bereithalten:
- SMC-B und ggf. HBA
- Konnektor
-
Kartenlesegerät
Diese Komponenten müssen für den Zugang zur Telematikinfrastruktur bereits eingerichtet sein, und der Zugang zur Telematikinfrastruktur muss möglich sein. Eine Offline-Konfiguration der Komponenten reicht nicht aus! Insbesondere sollten Sie folgende Informationen zur Hand haben: -
Konnektor-Rechnername oder IP-Adresse
- Anmeldedaten für Managementoberfläche des Konnektors
- Aufrufkontext, unter dem der KIM-Client die zu verwendenden Karten finden kann
- Ihre Anmeldedaten (z.B. PINs)
- RegID zur Registrierung einer E-Mail-Adresse
Hinweise:
Der Aufrufkontext wird vom KIM-Client zur Suche von verfügbaren Karten verwendet. Stellen Sie sicher, dass alle zu verwendenden Karten diesem Aufrufkontext zugewiesen sind. Sie können den Aufrufkontext an der Management-Oberfläche Ihres Konnektors ermitteln. Stellen Sie ebenfalls sicher, dass Sie über Administrationsrechte auf den Installationsrechnern verfügen.
Bei eingeschalteter TLS-Pflicht am Konnektor muss der ungesicherte Zugang zum Dienste-verzeichnisdienst (DVD) möglich sein. Aktivieren Sie ihn folgendermaßen1:
- Melden Sie sich an der Managementkonsole des Konnektors an.
- Aktivieren Sie am Konnektor über Netzwerk→Allgemein→Clientsystemeinstellungen→Ungesicherter Zugriff auf Diensteverzeichnisdienst.
Bei ausgeschalteter TLS-Pflicht am Konnektor muss am Konnektor „Keine Authentifizierung“ ausgewählt sein.
Windows-Betriebssysteme
Einführung
Die Installation für Windows-Betriebssysteme erfolgt mittels Installationspaket.
Während der Installation wird ein Deinstallationsskript bereitgestellt.
Die Installation ist für alle Windows-Betriebssysteme ähnlich. Daher wird der Vorgang in diesem Kapitel für alle Windows-Betriebssysteme zusammengefasst. Soweit sich Abweichungen vom Regelinstallationsprozess ergeben, werden diese explizit beschrieben.
Die Installation ist selbsterklärend. Für alle Betriebssysteme steht jeweils eine GUI-basierte Installation zur Verfügung.
Dieses Kapitel führt Sie Schritt für Schritt durch die Installation des KIM-Clients auf Windows-Betriebssystemen.
KIM-Client-Download vom Webportal
Um KIM installieren und sich für KIM registrieren zu können, müssen Sie sich zuerst am KIM-Webportal anmelden. Die Anmeldeadressen lauten:
-
Aus dem Internet:
- Referenzumgebung (RU) https://webportal-ref.eqxffm.gem-vpn-zugd-tsi.de
- Produktionsumgebung (PU) https://webportal.eqxffm.gem-vpn-zugd-tsi.de
-
Aus der TI:
- Referenzumgebung (RU) https://webportal-ref.eqxffm.tsi.kim.telematik-test
- Produktionsumgebung (PU) https://webportal.eqxffm.tsi.kim.telematik
Erläuterung
„Aus der TI“ bedeutet den Zugriff auf das KIM-Webportal über den Konnektor. Dieser Zugriff erfolgt nicht über das Internet. Wenn Sie die Einträge in der hosts-Datei richtig konfiguriert und die Routen richtig eingetragen haben, sollten Sie auch das Webportal über die Telematik-Infrastruktur erreichen können. Sofern das Webportal über die TI nicht erreichbar ist, überprüfen Sie bitte noch einmal die Konfiguration der hosts-Datei (siehe Kapitel Anpassen der hosts-Datei ) sowie die Routen gem. Kapitel Einrichten der Routen.
Hinweis
Das Webportal stellt sich für alle Umgebungen ähnlich dar. Daher wird nachfolgend der Zugriff auf das Webportal am Beispiel Referenzumgebung (RU) gezeigt.
Geben Sie diese Adresse in Ihren Web-Browser ein:

Es wird die Login-Seite des KIM-Webportals angezeigt:

Folgen Sie dem Link „1. Schritt: Download KIM-Client für Erstregistrierung“:

Geben Sie in folgender Maske Ihre Registrierungsnummer und das Initialkennwort2 an:

Sie gelangen in den Download-Bereich:

Laden Sie sich den aktuellen KIM-Client herunter.
Sie können, je nach Web-Browser zunächst den KIM-Client lokal speichern, und später aus dem Dateiexplorer starten, oder direkt ausführen lassen.
Hinweis:
Wir empfehlen Ihnen, den KIM-Client zunächst lokal zu speichern, so dass Sie im Falle eines Abbruchs der Installation diesen nicht erneut herunterladen müssen.
Installation
Um den KIM-Client zu installieren, führen Sie bitte das Installationspaket zum KIM-Clientmodul aus. Bitte beachten Sie die Installationsvoraussetzungen, die in den Kapiteln Systemvoraussetzungen und Weitere Voraussetzungen beschrieben sind.
Das Installationspaket sollten Sie entsprechend Kapitel KIM-Client-Download vom Webportal heruntergeladen haben.
Das Installationspaket beinhaltet einen Assistenten, der Sie durch die gesamte Installation des KIM-Clientmoduls führt.
Der erste Dialog ist der Willkommensdialog. Sie erhalten dort noch einmal eine Versionsinformation zum Clientmodul. Des Weiteren wird automatisch überprüft, ob bereits eine Version des KIM-Clients installiert wurde.

Für eine Aktualisierung der bestehenden Installation wählen Sie „Ja, aktualisiere die bestehende Installation“.
Wichtiger Hinweis:
Aus Sicherheitsgründen ist auch für eine bestehende Installation im Fall einer Aktualisierung die erneute Eingabe von Zugangsdaten (z.B. zum Konnektor, für die Basisauthentifizierung) erforderlich.
Für eine neue Installation wählen Sie „Nein, installiere in ein anderes Verzeichnis“ aus.
Nach Ihrer Wahl drücken Sie den „Weiter“-Button, um in den nächsten Dialog zu gelangen.
Um mit der Installation fortfahren zu können, müssen Sie den Lizenzbestimmungen zustimmen:

Für den Fall einer Neuinstallation legen Sie zunächst fest, in welchem Ordner der KIM-Client installiert werden soll:

Falls Sie eine bestehende Installation aktualisieren, entfällt dieser Schritt.
Geben Sie dann die TI-Umgebung an, für die Sie installieren wollen. Passen Sie bei Bedarf die Vorauswahl an.
Wichtiger Hinweis:
Für eine Wirkbetriebsinstallation wählen Sie PU aus. PU ist bereits vorausgewählt.
Handelt es sich dagegen um eine Testinstallation, für die keine Echtdaten verwendet werden (z.B. für DVO, SW-Hersteller usw.) wählen Sie bitte RU aus.

Konfigurieren Sie im nächsten Schritt Ihre Einsatzumgebung:

Geben Sie bei Konnektor-Hostname die Bezeichnung des Hosts ein, die für den Konnektor verwendet werden soll. Im Standardfall ist die, wie vorgegeben „konnektor“.
Tragen Sie bei „IP-Adresse“ die Adresse des Konnektors in Ihrer lokalen Umgebung ein. Wählen Sie den Konnektorhersteller aus.
Sofern Sie einen DNS-Hosteintrag benötigen, setzen Sie den Haken bei „Eintrag des Konnektors in den lokalen DNS (hosts)“.
Sie können das Routing über den Konnektor einrichten. Haken Sie dazu „Setzen der IP-Route über den Konnektor in die TI“ an. Diese Einstellung passt die lokale Routing-Tabelle so an, dass die erforderliche permanente Route zum Konnektor lokal konfiguriert wird. Eine manuelle Konfiguration ist dann nicht mehr erforderlich.
Sofern das Routing für den KIM-Client in Ihrer Netzwerkumgebung nicht über den Konnektor erfolgen soll, setzen Sie keinen Haken.
Wichtige Hinweise zum Routing:
Das automatische Setzen der Route funktioniert nur dann ohne manuelle Konfiguration, wenn sich KIM-Client und Konnektor im selben Netzsegment befinden (dies ist der Regelfall in kleineren Einrichtungen).
Ist dies nicht der Fall, sollten Sie die IP-Route von Hand setzen und dies nicht das Installationspaket machen lassen. Lassen Sie sich ggf. von Ihrem DVO, Ihrem IT-Support bzw. Ihrer IT-Fachabteilung beraten.
Es gibt mehrere Lösungswege, um auch Segment-übergreifend den Konnektor erreichen zu können. Zwei davon sollen hier kurz skizziert werden:
- Ausstattung des Rechners mit einer zweiten Netzwerkkarte. Prüfen Sie, ob es möglich ist, eine zweite Netzwerkkarte für das andere Segment im Rechner zu verbauen. Konfigurieren Sie Ihren Rechner so, dass der Verkehr lokal in das andere Segment geroutet werden kann. Setzen Sie NAT ein.
- Richten Sie lokal eine Route auf einen „Durchgangsrouter“ ein. Konfigurieren Sie den Router so, dass der vom KIM-Client-Rechner kommende und für den Konnektor bestimmte Verkehr vom Router an den Konnektor weitergeleitet werden kann.
Bitte beachten Sie, dass beim Einsatz eines TI-Gateways grundsätzlich keine Route konfiguriert werden sollte.
Gehen Sie weiter zum Einstellen des Aufrufkontextes.

Um automatisiert die Aufrufkontexte auslesen zu können, setzen Sie das Häkchen und geben die Anmeldedaten für Ihren Konnektor ein (Ggf. verwenden Sie einen von der Abbildung abweichenden Benutzernamen).
Wenn Ihr Konnektor das Auslesen der Aufrufkontexte unterstützt, können Sie in der folgenden Maske den zu verwendenden Kontext auswählen:

Sofern Sie den Kontext nicht auslesen wollen, oder dies von Ihrem Konnektor nicht unterstützt wird, können Sie im nachfolgenden Dialog den Aufrufkontext direkt konfigurieren. Achten Sie darauf, dass der Mandantenkontext gültig ist. Der Mandantenkontext darf dabei folgende Zeichen enthalten:
- Ziffern 0 .. 9
- Buchstaben a .. z und A .. Z
Alle sonstigen Zeichen sind nicht erlaubt, auch wenn Ihr Konnektor diese unterstützt.
Drücken Sie nach einer individuellen Konfiguration auf „Weiter“.
Um die TLS-Verbindung zwischen KIM-Clientmodul und Konnektor bereits während der Installation zu aktivieren, markieren Sie das nachfolgende Feld „Soll die Verbindung verschlüsselt werden?“. Sofern Sie keine Verschlüsselung konfigurieren wollen, nehmen Sie ein etwaiges Häkchen heraus und drücken dann auf Weiter. Sie kommen dann zu „Konfiguration E-Mail-Client/Clientmodul“. Siehe hierzu weiter unten.

TLS-Konfiguration
Überspringen Sie diesen Abschnitt, wenn Sie keine Verschlüsselung ausgewählt haben und setzen Sie die Konfiguration, wie unter „Konfiguration E-Mail-Client/Clientmodul“ beschrieben, fort.
Sofern Sie eine Verschlüsselung ausgewählt haben (Haken gesetzt), können Sie hier folgende Einstellungen vornehmen:
- Keine Authentifizierung: Stellen Sie hier sicher, dass auch am Konnektor die Authentifizierung ausgeschaltet ist.
- Benutzername/Passwort: Es muss am Konnektor der entsprechende Benutzername konfiguriert sein.
- Zertifikat
Sofern Sie keine Authentifizierung ausgewählt haben, kommen Sie mit „Weiter“ zu „Konfiguration E-Mail-Client/Clientmodul“. Siehe hierzu weiter unten!
Bei der Auswahl von Benutzername/Passwort werden Sie im nachfolgenden Dialog gebeten, die entsprechenden Angaben zur Authentifizierung zu vervollständigen:

Tragen Sie hier ihre individuelle Benutzerkennung ein („Toni“ ist nur ein Beispiel!).
Wenn Sie eine zertifikatsbasierte TLS-Verbindung gewählt haben, können Sie im folgenden Dialog Anpassungen vornehmen:

Geben Sie unter „Keystore Datei“ die Zertifikatsdatei an, die Sie für die Clientauthentifizierung verwenden wollen. Ergänzen Sie das „Keystore Passwort“. Der angezeigte „Alias“ wird aus der Zertifikatsdatei übernommen.
Geben Sie ggf. auch einen Truststore (optional) an. Dieser ermöglicht es dem KIM-Client, nur vorher bestimmte Zertifikate einer Gegenseite zu akzeptieren. Hinterlegen Sie hier dann auch das Truststore Passwort.
Drücken Sie „Weiter“, um in den folgenden Dialog zu kommen. Dort können Sie die Kommunikationsparameter zwischen E-Mail-Client und KIM-Clientmodul festlegen:

Wählen Sie zum einen aus, ob die Verbindung verschlüsselt werden soll, zum anderen, welche Ports der KIM-Client zur Kommunikation vom E-Mail-Client aus verwenden soll.
Konfigurieren Sie die Ports und die Verschlüsselung entsprechend Ihren Erfordernissen.
Hinweis:
Standardmäßig unterstützt das Clientmodul TLS 1.3 und eine Verschlüsselung gem. ECC-NIST. Falls Ihr E-Mail-Client jedoch kein TLS 1.3 bzw. ECC-NIST unterstützt, haken Sie die Option "Kompatibilitätsmodus für TLS 1.2 mit RSA-Verschlüsselung" an.
Drücken Sie dann auf „Weiter“.
Im nächsten Schritt können Sie den Mailcache konfigurieren.
Hinweis:
Der Mailcache ist optional und Bestandteil des KIM-Security-Interfaces. Er stellt weitere Anforderungen an die Einsatzumgebung. Weitere Informationen zum Mailcache erhalten Sie in Kapitel Verwendung des KIM-Security-Interfaces.
Für eine Installation ohne Mailcache (Standardinstallation) bleibt die Checkbox bei „Soll der Mailcache benutzt werden?“ leer.
Sofern Sie einen Mailcache einrichten wollen, markieren Sie die Checkbox „Soll der Mailcache benutzt werden?“:

Drücken Sie danach auf „Weiter“.
Die letzte Konfiguration ermöglicht es Ihnen, einen lokalverfügbaren Virenscanner über die Betriebssystemschnittstelle (AMSI) einzubinden:

Sofern Sie Ihren lokalen Virenscanner einbinden wollen, setzen Sie das Häkchen bei „Soll der Virenscanner benutzt werden?“. Dabei nutzt der KIM-Client ihren über das Betriebssystem verfügbaren Virenscanner.
Falls Sie Ihren lokalen Virenscanner nicht einbinden wollen (Standardinstallation), entfernen Sie das Häkchen.
Weitere Informationen zum Einbinden eines lokalen Virenscanners finden Sie im Kapitel Konfiguration der Virenscanner-Schnittstelle.
Nach Drücken des Buttons „Installieren“ wird der KIM-Client auf Ihrem System installiert.
Legen Sie im letzten Schritt nach der Installation fest, ob ein Desktop-Link erstellt bzw. der KIM-Client als Dienst/Daemon bereitgestellt werden soll.

Hinweis:
Diese Entscheidung ist individuell vorzunehmen und hat keinen Einfluss auf die Kernfunktionalität des KIM-Clients.
Sie sollten einen Desktop-Link einrichten, wenn
- es sich um ein Einzelplatz-System handelt und Statusmeldungen des KIM-Client dargestellt werden sollen und der Zugriff nur lokal auf dem PC erfolgen soll.
Verwenden Sie „Daemon“ wenn es sich um eine Installation
- auf einem (Praxis-) Server handelt (zentraler Zugriff), oder wenn
- auf einem (Praxis-) Client die Ausgabe von Statusmeldungen unterdrückt werden soll.
Legen Sie abschließend das Startverhalten des KIM-Clients fest.

Sie können im Anschluss an die erfolgreiche Installation sofort Ihre KIM-E-Mail-Adresse registrieren. Sofern Sie hier den Haken setzen, wird der T-Wizard gestartet (siehe hierzu Kapitel Der schnelle Weg: Erstregistrierung einer E-Mail-Adresse mittels T-Wizard ).
Falls Sie bereits über eine KIM-E-Mail-Adresse verfügen müssen Sie keine weitere registrieren. Entfernen Sie dann das Häkchen bei „Jetzt KIM-E-Mail-Adresse registrieren“.
Mit Drücken auf „Fertigstellen“ ist die Installation abgeschlossen.
Nach einer Neuinstallation und sofern keine neue E-Mail-Adresse registriert werden soll, wird im Anschluss der Zertifikatsdownload für die weitere Konfiguration gestartet. Sofern Sie eine Neuinstallation durchgeführt haben, ist die Ausführung des Zertifikatsdownloads zwingend erforderlich. Siehe hierzu auch Kapitel Verwendung des Zertifikatsdownloads.
Deinstallation
Zur Deinstallation des KIM-Clients gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie das Startmenü. Wählen Sie dort Einstellungen aus. Windows öffnet das Dialogfenster „Windows-Einstellungen“.
- Wählen Sie den Eintrag „Apps“ aus.

Wählen Sie auf der nachfolgenden Ansicht den Eintrag „Apps & Features“ aus. Dort erhalten Sie eine Übersicht der von Ihnen installierten Anwendungen.
Sobald Sie den Eintrag markieren, werden Ihnen zwei Schaltflächen (Ändern, Deinstallieren) angeboten.
Drücken Sie die Schaltfläche „Deinstallieren“. Es öffnet sich der Deinstallationsassistent.

Drücken Sie zur Deinstallation den „Weiter“-Button. Die Deinstallation wird darauf hin automatisch gestartet. Über den Abschluss werden Sie in einem weiteren Dialog informiert. Bestätigen Sie diesen durch Drücken des „Fertigstellen“-Buttons.

Manuelle Konfiguration zur Installation
Vorbemerkung
Die in den nachfolgenden Kapiteln beschriebenen Anpassungen werden idealerweise durch das Installationsskript ausgeführt. Eine manuelle Konfiguration ist im Regelfall nicht erforderlich.
Nutzen Sie diese Beschreibungen nur dann, wenn eine automatische Konfiguration durch das Installationsskript nicht möglich ist oder korrigiert werden muss!
Anpassen der hosts-Datei
Wichtige Hinweise:
Erforderliche Anpassungen der hosts-Datei erfolgen in der Regel automatisch durch das Installationsskript. Bei Nutzung von „DNS-SD“ entfallen für KIM Eintragungen (Konnektor, Webportal, Fachdienst). Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich daher auf eine Konfiguration, in der DNS-SD nicht verwendet wird.
Um den Fachdienst über den Konnektor erreichen zu können, müssen Einträge in der hosts-Datei vorgenommen werden. Des Weiteren ist es sinnvoll, zur einfacheren Konfiguration des KIM-Clients, den Konnektor ebenfalls in der hosts-Datei einzutragen.
Hierzu gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie unter Windows den Datei-Explorer.
- Wählen Sie den Speicherort der hosts-Datei aus. Diese ist unter Windows 10 und Windows 11 in folgendem Verzeichnis abgelegt: Windows→System32→drivers→etc
- Öffnen Sie mit einem Editor die Datei hosts.
- Tragen Sie die IP-Adresse des Konnektors und den während der Installation vergebenen Host-Namen durch mindestens ein Leerzeichen getrennt ein (Sofern Sie den vorgegebenen Standardnamen beibehalten haben, lautet dieser „konnektor“). Vergeben Sie einen Kommentar, der ebenfalls durch mindestens ein Leerzeichen getrennt und durch das #-Symbol angefügt ist. Der Eintrag könnte beispielsweise danach etwa so aussehen:
192.168.178.48 konnektor # Adresse des Konnektors
Des Weiteren müssen ggf. auch Einträge für den Fachdienst vorgenommen werden. Diese sind umgebungsabhängig:
RU (Realisierungsumgebung):
10.30.1.132 mail-ref.eqxffm.tsi.kim.telematik-test
10.30.1.135 webportal-ref.eqxffm.tsi.kim.telematik-test
PU (Produktionsumgebung):
100.102.1.136 webportal.tsi.kim.telematik
100.102.1.136 webportal.eqxffm.tsi.kim.telematik
100.102.3.136 webportal.eshffm.tsi.kim.telematik
100.102.3.136 webportal.tsi.kim.telematik
100.102.1.169 lb-mail.tsi.kim.telematik
100.102.1.169 lb-mail.eqxffm.tsi.kim.telematik
100.102.3.169 lb-mail.eshffm.tsi.kim.telematik
100.102.3.169 lb-mail.tsi.kim.telematik
- Speichern Sie die hosts-Datei.
Wichtiger Hinweis:
Zum Anpassen der hosts-Datei benötigen Sie Administrationsrechte!
Einrichten der Routen
Hinweis:
Das Einrichten der permanenten Route erfolgt in der Regel automatisch durch das Installationsskript.
Um die durch die in der hosts-Datei ermittelten IP-Adressen richtig zu routen, muss die Routing-Tabelle des Rechners, auf dem der KIM-Client installiert wurde, angepasst werden.
Tragen Sie dafür folgende Routen als permanente Routen ein:
RU (Realisierungsumgebung)
route /p add 10.30.0.0 MASK 255.255.0.0 <IP-Adresse des Konnektors>
PU (Produktionsumgebung)
route /p add 100.102.0.0 MASK 255.255.0.0 <IP-Adresse des Konnektors>
Wichtiger Hinweis zur Einrichtung statischer Routen:
Das statische Routing setzt voraus, dass sich Konnektor und KIM-Client im selben Subnetz befinden. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es folgende Lösungsansätze:
1. Nachrüsten einer weiteren Netzwerkkarte, die so konfiguriert wird, dass der Konnektor aus dem aktuellen Subnetz direkt erreicht werden kann (lokales NAT).
2. Routen anpassen, so dass der für den Konnektor bestimmte Verkehr an einen Router weitergeleitet wird, der auch das zweite Subnetz erreichen kann. Dort muss dann ebenfalls das Routing entsprechend konfiguriert werden.
Die Konfiguration der permanenten Route für unterschiedliche Subnetze muss manuell efolgen.